Die Schule nach 1955

Die Schülerzahlen waren sehr hoch und fünfzig Schüler in einem Klassenraum waren keine Seltenheit.

Es gab noch keine Turnhallen und so wurden die Turnstunden im Freien abgehalten.

 

Manche Kinder hatten sehr lange Schulwege. Der Hin- und Rückweg betrug bis zu 18 km. Sie gingen meist schon um 6 Uhr in der Früh weg. Im Winter war das besonders schwer. Sie kamen oft völlig durchnässt und verfroren in der Schule an. Beim Ofen konnten sie sich dann wärmen und ihre Schuhe und Kleidungsstücke trocknen.

 

 

 

 

 

 

Putzen Hanni nach einem langen Schulweg
beim Trocknen ihrer Kleider und Schuhe.

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Wenn der Weg nach Hause durch Schneeverwehungen zu gefährlich wurde, wurden die Kinder manches Mal von Erwachsenen abgeholt, die ihnen dann vorausgingen.

 

 schnee.jpg Die Erwachsenen gehen den Kindern vor. 

 

 

Neubau der Volksschule

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das alte Schulhaus hat den Anforderungen
einer modernen Bildungsstätte in keiner Weise
mehr entsprochen. Daher war der Bau einer
neuen Schule dringend notwendig.
Der Ort St. Koloman mit dem neuen Schulhaus.

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Am 2. Tag der Semesterferien, es war der 14. Februar 1967, übersiedelte die Schule ins neue Schulgebäude.

Herrn Prof. August Rettenbacher, langjähriger Schulleiter an dieser Schule (1949-1972), war es ein ganz besonderes Anliegen gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Matthias Neureiter, der Gemeindevertretung und der Bevölkerung von St. Koloman, dieses Schulhaus als Bildungsstätte für die Kinder dieses Ortes zu errichten.

Voller Begeisterung versuchte er die Wissbegierde der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zu wecken und sie in der Ausbildung zu fördern.

Das große Wandfresko an der Außenwand der Schule schuf der akademische Maler Wilhelm Kaufmann. (siehe Artikel "Wilhelm Kaufmann")

 

Umbau der Volksschule St. Koloman

 

Das fast 30jährige Gebäude der Volksschule wies Abnutzungserscheinungen auf. Das Dach wurde undicht, Leitungsrohre wurden defekt und immer mehr Reparaturen mussten getätigt werden.

So beschloss die Gemeindevertretung unter der Leitung von Bürgermeister Ing. Christian Struber einen Schulumbau bzw. Neubau des Kindergartens. Es folgten beratende Gespräche mit der Volksschuldirektorin, Frau Christine Struber. Nach etwas mehr als 2jähriger Bauzeit konnten am 18. Oktober 1998 die renovierte Volksschule und der neu errichtete Kindergarten im Turnsaal feierlich eröffnet werden.1

 

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1vgl. August und Barbara Rettenbacher: "Chronik St. Koloman", 1982; ergänzt und bearbeitet 2007 von Erika Rettenbacher und Ing. Christian Struber